
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG bemerkt:
"Fabriken, in denen Autos, Maschinen, Kleidung und andere nützliche und faszinierende Dinge entstehen, gelten als Kern des deutschen Wirtschaftsmodells. Noch, muss man allerdings sagen, denn was einst als Made in Germany Kunden auf der ganzen Welt begeisterte, entsteht mittlerweile auch an vielen anderen Orten. Asiens Aufsteiger beherrschen nicht nur moderne Elektronik, sondern auch klassische Industriekunst mit Stahl und Schrauben. Sie lassen den einstigen Champion Deutschland alt aussehen. So darf es nicht bleiben. Unsere Wirtschaft braucht nicht weniger, sondern andere Arbeitsplätze, um den Wandel zu bewältigen. Auf die Schnelle wird uns kein Aufschwung aus der Krise helfen. Deshalb sollte jedes Unternehmen und jeder Arbeitnehmer mit dem Wandel bei sich selbst beginnen."
Der WIESBADENER KURIER unterstreicht:
"Die Wirtschaft klagt über geopolitische Unsicherheiten, hohe Standortkosten und eine schwache Inlandsnachfrage. Das ist nachvollziehbar. Die Reaktion ist allerdings fatal: Investiert wird vor allem in den Ersatz von Maschinen und Rationalisierung, Innovationen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Aber Unternehmen, die nicht in die Zukunft investieren, haben sich bereits selbst aufgegeben."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU sieht indes Gründe für Optimismus:
"Bereits zum Jahresende gab es bei den Neugründungen einen Rekord. So viele Start-ups wie noch nie legten los. Ein weiterer Indikator ist die Belebung in der Baubranche. Diese ist zwar, wie in vielen anderen Industriebereichen, noch zaghaft. Aber es geht voran, es geht sogar leicht aufwärts. Schon gar nicht befindet sich Deutschland im 'freien Fall', wie die AfD behauptet."
Das HANDELSBLATT analysiert die großen Schwankungen an den internationalen Finanzmärkten in den vergangenen Wochen:
"Bislang war der KI-Boom der entscheidende Treiber für die lange Rally an den US-Börsen. Doch jetzt weicht die Gier der Angst, und das hat Folgen für die Börsen rund um den Globus. Seit Ende Januar geriet beinahe im Tagesrhythmus eine neue Branche massiv unter Druck, weil junge, oft kaum bekannte KI‑ Firmen mit neuen Anwendungen die Geschäftsmodelle der etablierten Konzerne infrage stellen. Zuerst waren Softwareanbieter an der Reihe, dann Versicherer, Broker und Vermögensverwalter und schließlich die Logistiker. Niemand kann sagen, welche Branche es als nächste treffen wird. Die Investoren beschleicht das ungute Gefühl, der unberechenbaren KI‑ Disruption schutzlos ausgeliefert zu sein, und diese Sorge wird zum Belastungsfaktor für den gesamten Aktienmarkt."
