25. Juni 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Deutschlandfunk - Die Wirtschaftspresseschau

Eine Kellnerin trägt ein Tablett mit Getränken.
In der Gastronomie gibt es viele Minijobs. (picture alliance / SvenSimon / Frank Hoermann / SVEN SIMON)
Kommentiert werden weiterhin die Vorschläge der Rentenkommission. Dazu gehört auch die weitgehende Abschaffung geringfügiger Beschäftigung. In den Zeitungen des REDAKTIONSNETZWERKS DEUTSCHLAND heißt es.
"Die Kommission empfiehlt, Minijobs verpflichtend in die Rentenversicherung einzubeziehen und ihren Sonderstatus bei Steuern und Abgaben abzuschaffen. Nur für Schüler soll es Ausnahmen geben. Das heißt: Minijobs würden weitgehend wegfallen. Und das wäre auch gut so. Ja, es würde im Übergang Härten für einige Branchen mit sich bringen, etwa in der Gastronomie. Und ja, es wäre für Minijobber unbequem, mehr Abgaben zu zahlen – in ihrem ureigenen Interesse. Ziel ist es, das Ausufern von Nebenjobs zu beenden und mehr Menschen in reguläre Jobs zu bringen. Minijobs waren als Brücke in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gedacht. Für viele sind sie aber zur Sackgasse geworden, insbesondere für Frauen."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG befasst sich mit dem Aus des Fregattenprojekts F126:
"Viel zu spät hat Verteidigungsminister Pistorius damit begonnen, das Rüstungswesen zu reformieren, viel zu lange Geld auf siechende Projekte gesetzt. Das gilt auch für andere Vorhaben, etwa das Megaprojekt Digitalisierung Landstreitkräfte. Luxuriös ist das Scheitern für einen Minister, wenn er dank eines unendlichen Überziehungskredits bei den Bürgern einfach den gleichen Schiffstyp für den anderthalbfachen Preis noch mal bestellen kann oder ein weiteres Kampfflugzeugprojekt oder eben einen anderen Panzer. Die Bereichsausnahme von der Schuldenbremse, gedacht, um die Bundeswehr schnell wieder auszurüsten, verführt offenbar zur Verschwendung jedweder Art."
Dass der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS an die Börse geht, ist Thema in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Sie kritisiert, dass Deutschland und Frankreich jeweils einen Anteil von 40 Prozent an KNDS erwerben. Zitat:
"Der massive und steigende staatliche Einfluss wird viele private Investoren skeptisch stimmen. Wer investiert schon in ein Unternehmen, dessen beide staatliche Hauptaktionäre sich kritisch und lauernd gegenüberstehen? Ein anderer Punkt wiegt noch schwerer: Die Erlöse aus dem Börsengang kommen nach derzeitiger Planung nur den bisherigen Aktionären zugute. Frankreich und die deutschen Eigentümerfamilien geben Aktien ab und machen Kasse. Sinnvoller wäre es, wenn KNDS im Rahmen des Börsengangs Kapital zufließen würde. Nur das wäre auch ein guter Grund für den Börsengang."