22. Juli 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Hausbesitzer können für den Heizungstausch ab sofort wieder Zuschüsse bei der staatlichen Förderbank KfW beantragen.

Eine Wärmepumpe steht im Garten eines Einfamilienhauses.
Ein Thema: Vom Staat gibt es künftig weniger Geld für neue Heizungen (Symbolbild). (imago / Silas Stein)
Das HANDELSBLATT geht näher ein auf die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude:
"So fällt der Einkommensbonus für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 Euro künftig sogar höher aus als bisher. Wer mehr verdient, muss sich dagegen auf Einschnitte gefasst machen. Ist die Heizungsförderung 2.0 damit ein deutlicher Schritt nach vorn? Zweifel sind angebracht. Auch wenn die Absicht respektabel ist: Die Einkommensgrenzen sind weit entfernt von der Lebensrealität auf dem deutschen Immobilienmarkt. In der Praxis treffen sie zu viele, die weder 'reich' sind noch mühelos einen fünfstelligen Eigenanteil stemmen können. Wenn es der Politik mit der Wärmewende ernst ist, müssen die Schwellen flexibler gesetzt werden."
Die Ankündigung von US-Präsident Trump, Zölle in Höhe von 50 Prozent auf viele Waren aus Kanada zu verhängen, ist Thema in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG:
"Wie kann es sein, dass die wirtschaftlich von den USA abhängigen 40 Millionen Kanadier Trump die Stirn bieten – und der weltweit größte Binnenmarkt mit zehnmal so vielen Einwohnern kuscht? Die EU sollte Trumps Angriff auf Kanada für eine Kurskorrektur nutzen – und das Zoll-Abkommen der Schande mit Trump aufkündigen."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU beschäftigt sich mit der kommunalen Verpackungssteuer für Einwegprodukte:
"Das, was Konstanz, Tübingen und Freiburg bereits probieren und bald auch in Potsdam gelten soll, hat einige Haken. Erstens trägt die Abgabe nun wirklich nicht zum viel beschworenen Bürokratieabbau bei. Zweitens kann sie absurde Blüten treiben. Beispiele aus Freiburg zeigen das eindrücklich: Plastik-Trinkhalme bis zu einer Länge von zehn Zentimetern werden nicht besteuert, längere schon. Ein solcher Regel-Dschungel birgt immer die Gefahr, dass das Verständnis für Umweltschutz Schaden nimmt. Drittens bleibt die kommunale Verpackungssteuer eben eines: kommunal. Die Lenkungswirkung endet mit der Stadtgrenze."
Die BÖRSEN-ZEITUNG geht ein auf die Londoner Börse LSE, die an Werktagen den Handel mit Wertpapieren nahezu 24 Stunden am Stück möglich machen will:
"Wer einigermaßen digitalaffin ist, denkt sich: Na endlich! Schließlich findet der Handel mit Kryptowährungen ebenfalls nur rund um die Uhr statt und das sogar am Wochenende. Das sollte doch auch für Aktien und andere Kapitalmarktprodukte möglich sein. So mancher will den Erfolg des nächtlichen Treibens auf der digitalen Plattform LSE24 abwarten. Nach aktueller Kenntnis fehlt dazu nämlich die internationale Nachfrage an europäischen Anlageklassen."