
Das HANDELSBLATT schreibt:
"Mit BMW baut nun auch der dritte und damit letzte große deutsche Autobauer Stellen im großen Stil ab. Lange verwiesen die Manager in München nicht ganz ohne Stolz darauf, dass nur die Rivalen ein Abbauprogramm durchführen. Vielleicht etwas zu lange. Nun müssen weltweit wohl 8.000 Jobs bei BMW gestrichen werden, wie es aus Unternehmenskreisen heißt. Denn BMW ist mit den gleichen großen Herausforderungen konfrontiert wie der Rest der Branche: Die Erträge werden zwischen dem kollabierenden chinesischen Automarkt und den globalen Handelsstreitigkeiten förmlich aufgerieben. Ganz überraschend kam die Gewinnwarnung Mitte Juni für viele deshalb nicht – das Ausmaß allerdings hatten bei Weitem nicht alle erwartet."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG führt aus:
"Die US-Zölle, der Absatzeinbruch in China, die Auswirkungen des Iran-Kriegs – das alles trifft die Münchner genauso wie die deutsche Konkurrenz, und zwar nicht erst seit wenigen Wochen. Nur dass sie dort die Lage nicht so lange schöngeredet haben. Gut möglich, dass auch bei BMW schon im Hintergrund Gespräche mit dem Betriebsrat liefen, lange bevor Oliver Zipse den Chefposten an seinen Nachfolger Milan Nedeljković übergab. Doch öffentlich muss nun eben der Neue erklären, warum BMW vor wenigen Wochen seine Aktionäre mit einer Gewinnwarnung schockte und nun Tausende Arbeitsplätze abbauen will. Dennoch macht der Start des neuen Chefs Hoffnung. Erst seit Mai ist Nedeljković am Ruder, und schon Ende Juli hat er sich mit den Arbeitnehmervertretern auf ein umfangreiches Sparpaket inklusive Stellenabbau geeinigt. Und das alles ohne öffentliche Machtkämpfe."
Die NÜRNBERGER ZEITUNG kommentiert:
"Ein bisschen Luxus und Formel 1 ist sicher nicht schlecht fürs Renommee. Ausschließlich teure Produkte beschäftigen aber nicht Hunderttausende. Die wirkliche Durchdringung des Marktes kommt erst mit resilienten Ideen für Massen. Dass die hiesige Autoindustrie sich nach dem Krieg behaupten konnte, lag vor allem an Modellen wie Käfer, Golf oder Dreier-BMW."
FIFA-Präsident Gianni Infantino will das Unternehmen FIFA Forward Enterprise gründen, um etwa 20 bis 30 Prozent der kommerziellen Rechte an Fußballturnieren an Investoren zu verkaufen. Der TAGESSPIEGEL aus Berlin erläutert:
"Private Geldgeber investieren natürlich nicht, weil sie den Fußball weiterentwickeln wollen, sondern weil sie eine Rendite erwarten. Allen Beteiligten dieser Pläne geht es dabei einzig und allein um den Versuch, einen Sport in eine investierbare Anlage zu verwandeln und ihn bis aufs Letzte auszubeuten."
