
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG stellt fest:
"Erstmals seit der Corona-Krise wies das Staatsunternehmen unterm Strich schwarze Zahlen aus. Es setzt damit einen Trend fort, der sich seit 2024 abzeichnet. Die damals noch im Milliardenbereich liegenden Verluste schmelzen dahin, und jetzt wird tatsächlich ein Gewinn sichtbar. Auch das Gesamtjahr will der Staatskonzern positiv abschließen. Zu viel Jubel ist freilich nicht opportun."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg bemerkt zu Bahnchefin Palla:
"Eine mangelnde Nachfrage ist Pallas Problem nicht. Vielmehr muss sie sich mit hohen Kosten, dysfunktionalen Strukturen und über Jahrzehnte unterlassenen Investitionen herumschlagen. Dass nach tiefroten Zahlen im Vorjahr nun ein Gewinn zu Buche schlägt, zeigt vor allem eins: Jahrzehntelanges Missmanagement führte dazu, dass Palla in den ersten Runden der Kostensenkungen einfaches Spiel hatte. Die Bahn ist damit aber längst nicht aus dem Schneider."
Für die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN ist der von der Bahn gemeldete Fahrgastrekord auch ein Beleg dafür, dass...
"... vielen Menschen nichts anderes übrig bleibt, als angesichts der exorbitanten Benzinkosten auf die Schiene umzusteigen. Sie leiden unter überfüllten und oftmals hoffnungslos überalterten Zügen, unter der chronischen Unpünktlichkeit und unter fehlenden Klimaanlagen. Jetzt hat die Politik die Chance: Sie kann, indem sie in die Schiene investiert, Vertrauen zurückgewinnen."
Die WIRTSCHAFTSWOCHE beschäftigt sich mit den Quartalszahlen der deutschen Autobauer und konstatiert:
"Sie ähneln sich auf frappierende Weise. Ein Drittel Gewinnrückgang, ein Drittel weniger Absatz in China – Volkswagen, Mercedes und BMW kommunizierten wie im Gleichschritt. Als hätten sie sich im Vorfeld abgesprochen. Das haben sie natürlich nicht. Aber umso schlimmer ist es: Keinem gelingt es, in China endlich wieder Tritt zu fassen – trotz unterschiedlicher Modelle und Methoden."
Die TAGESZEITUNG - TAZ - geht ein auf den von BMW angekündigten Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen. Zum neuen Firmenchef heißt es:
"Interessant ist, dass Nedeljković keine Werksschließungen angedroht hat, denn dort gilt die längst mit der IG Metall ausgehandelte Beschäftigungsgarantie. Und offenbar will BMW auch weiter produzieren. Jetzt wird es spannend: Denn dann wird das Unternehmen auch weiterhin Forschung und Entwicklung brauchen – wo nun Tausende Stellen eingespart werden sollen. Aber das muss kein Widerspruch sein. Denn die Kompetenz lässt sich auch einkaufen."
