
"Man kann über die Regulierungsgesetze der Europäischen Union sagen, was man will, aber dieses Mal ist das Timing perfekt. Denn gerade diskutiert die Welt über den Ausbruch künstlicher Intelligenzen der Unternehmen Open AI und Anthropic aus ihren Testumgebungen, wonach sie andere Unternehmen hackten. Die Welt hat gesehen, was ein Kontrollverlust in einem der großen KI-Labore bedeuten kann. Gut, dass die EU ihr KI-Gesetz beschlossen hat, das unter anderem die Cybersicherheit fürs KI-Zeitalter aktualisieren soll. Das neue KI-Büro der EU kann nun den Zugang zu den Systemen erzwingen, deren Details die Unternehmen oft geheim halten. Das passt. Der zweite wichtige Teil der neuen KI-Regeln betrifft neue Transparenzpflichten. Die Kennzeichnungspflicht hilft, die chaotische, von KI-Fälschungen durchzogene Informationssphäre durchschaubarer zu machen. Europa läutet eine neue Ära des Umgangs mit KI ein. Genau zum richtigen Zeitpunkt."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG geht auf die Krise der deutschen Autobauer ein:
"Deutschlands größte Industriebranche wankt wie noch nie in ihrer Geschichte. Als letzter heimischer Autohersteller hat nun auch BMW einen drastischen Arbeitsplatzabbau angekündigt. Weitere Sparmaßnahmen in der Branche sind angesichts der Absatzeinbußen in China, eines geschrumpften europäischen Automarkts und milliardenschwerer Kosten für Zölle in den USA unausweichlich. Die Lage ist so ernst wie nie. Längerfristig geht es um Sein oder Nichtsein. Jetzt ist auch die Gewerkschaft IG Metall gefordert, den Schaden für Beschäftigung und Standort zu begrenzen. Wenn die Kosten der Arbeit sinken, steigen die Chancen, dass mehr Jobs bewahrt werden können. Aber Kostenkürzen genügt nicht, die Ursachen für die Krise reichen tiefer. Der technische Vorsprung der deutschen Autohersteller ist in weiten Teilen weg, das Tempo von chinesischen und amerikanischen Unternehmen konnten sie nicht mitgehen. Deshalb braucht es eine Innovationsoffensive."
Die BÖRSEN-ZEITUNG blickt auf den Kursverfall des japanischen Yen:
"Die Gemeinschaftsaktion von Japan und den USA am Devisenmarkt soll den Yen-Abwärtstrend stoppen und einen weiteren Kursverfall ihrer Staatsanleihen vermeiden. Der Verkaufsdruck bleibt aber hoch, solange die Bank of Japan die Leitzinsen nicht erhöht und die Premierministerin an einer Mehrwertsteuersenkung festhält."
