
"Noch haben die europäischen Marken den Markt im Griff. Während der Anteil von E-Lkw in Europa noch im einstelligen Bereich liegt, wächst der Markt in China deutlich schneller. So schnell, dass inzwischen 90 Prozent der weltweit produzierten batterieelektrischen Lkw aus China kommen. Noch können Marken wie Daimler Truck, Traton oder Volvo verhindern, dass sie von den chinesischen Mitbewerbern überrollt werden. Dafür sollten sie allerdings aufhören, auf eine Verschiebung der EU-Klimaziele zu drängen. Das kauft vielleicht Zeit, macht die eigenen Fahrzeuge aber nicht wettbewerbsfähiger. Im Gegenteil: Es könnte den Chinesen genau das Fenster öffnen, das sie brauchen, um hier Fuß zu fassen."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG blickt auf den PKW-Markt und hat noch Hoffnung:
"Es geht gerade ein bisschen unter im Schlagzeilengewitter zu den Sparplänen bei VW, BMW und Mercedes, die zum Großteil überfällig und richtig sind. Aber wahr ist: Damit die deutsche Autoindustrie eine Zukunft hat, müssen ihre Autos nicht bloß günstiger werden. Sie müssen vor allem wieder so innovativ und begehrenswert sein, dass die Menschen sie haben wollen, im Zweifel auch für mehr Geld. Denn auch das ist sicher: Allein über den Preis werden deutsche Autohersteller die chinesische Konkurrenz auch mit den größten Sparanstrengungen nicht schlagen. Schon gar nicht, wenn Unternehmen wie BYD ihre Autos bald in Europa produzieren und keine Zölle mehr zahlen müssen. Die gute Nachricht ist: Die deutschen Autohersteller beweisen gerade, dass ihre Autos nach wie vor eine hohe Anziehungskraft entwickeln können. Und der Beweis dafür sind Modelle wie der BMW iX3, der in wenigen Monaten mehr als 50.000-mal bestellt wurde. Oder der Mercedes GLC EQ, der sich zu seinem Start so gut verkauft hat wie vorher kein anderer Elektro-Mercedes."
Und die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG bewertet Lage bei den Staatsanleihen:
"Vom deutschen Staat bekommen Anleger mittlerweile Renditen von mehr als 3,5 Prozent pro Jahr, wenn sie für zehn Jahre auf ihr Geld verzichten. Kaum ein Investor wird bereit sein, sein Geld für weniger als das über solch eine Zeit zu verleihen. Als erfreulich ist zu vermerken, dass der Renditeanstieg bislang erstaunlich ruhig erfolgte. Löst ein Zinsregime ein anderes ab, kann das zu Verwerfungen führen. Aber bisher sind die Warnungen dramatischer als die Bewegungen am Markt. Bis zur nächsten Zinsentscheidung der EZB ist es noch mehr als einen Monat hin. Zuletzt wurde am Markt für das laufende Jahr mit noch einem weiteren Zinsschritt gerechnet, zum Ende des Jahres hin."
