Mittwoch, 29. Juni 2022

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Dirigent Gergiev beim Beethovenfest Bonn
Brückenbauer mit Mission

Dirigent Valery Gergiev versteht sich als kultureller Brückenbauer zwischen Ost und West. Seine politische Nähe zum russischen Präsidenten Putin bringt ihm vor allem im Westen regelmäßig Kritik ein. Dirigiert Gergiev sein Orchester des Mariinsky-Theaters, erntet er jedoch weltweit Bewunderung.

15.04.2018

Valery Gergiev dirigiert das Orchester des Mariinsky-Theaters, St. Petersburg beim Beethovenfest Bonn 2017
Valery Gergiev dirigiert das Orchester des Mariinsky-Theaters (Barbara Frommann/Beethovenfest)
"Ferne Geliebte" lautete das Motto beim Beethovenfest 2017, angelehnt an Beethovens Liedzyklus "An die ferne Geliebte". Das Leiden am Lieben aus der Ferne diente jedoch auch Komponisten anderer Epochen als Treibstoff für ihre Kunst. In diesem Sinne schlugen das Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg und sein Chefdirigent Valery Gergiev beim Eröffnungskonzert des Bonner Beethovenfests einen weiten Bogen vom unnahbaren Lieben Lohengrins zur verführerisch werbenden Scheherazade. Dazwischen erklang Beethovens vierte Sinfonie, grimmig schroff und unbekümmert singend.
Richard Wagner
Vorspiel zum ersten Aufzug der Oper "Lohengrin"

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 4 B-Dur, op. 60

Nikolai Rimsky-Korsakow
"Scheherazade". Sinfonische Suite, op. 35
Igor Strawinsky
Ausschnitt aus dem "Feuervogel" (Zugabe)

Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg
Leitung: Valery Gergiev

Aufnahme vom 8.9.2017 aus dem World Conference Center Bonn