Abhörfall in der Luftwaffe
Disziplinarbuße verhängt

Der Inspekteur der Luftwaffe, Gerhartz, wird nach dem von Russland abgehörten Schaltgespräch zum Marschflugkörper Taurus mit einer Disziplinarmaßnahme belegt.

06.06.2024
    Niedersachsen, Wunstorf: Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe, spricht zu Beginn des internationalen Luftwaffen-Manövers "Air Defender 2023" am Fliegerhorst Wunstorf in der Region Hannover.
    Generalleutnant Ingo Gerhartz muss wegen eines Abhörfalls eine Buße zahlen (Julian Stratenschulte/dpa)
    Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur muss der Generalleutnant eine Buße zahlen, die den Vorgang abschließt. Damit sind nach dem Regelwerk zugleich weitere Sanktionen ausgeschlossen. Der Verteidigungsausschuss wurde
    bereits über die Entscheidung informiert.
    Ein russischer Nachrichtendienst hatte eine Schalte von vier hohen Offizieren der Luftwaffe abgehört. Der Mitschnitt wurde öffentlich gemacht. Die Gruppe hatte Einsatzszenarien für das Taurus-System erörtert, falls es doch noch an die Ukraine geliefert würde.
    Diese Nachricht wurde am 06.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.