Sabotage
Dobrindt nennt Tatverdächtigen der Angriffe auf Stromnetze "Klimaextremist"

Bundesinnenminister Dobrindt hat die Sabotageversuche an deutschen Umspannwerken als "Klimaextremismus" bezeichnet.

    Auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf sprach Dobrindt von einem mutmaßlichen Einzeltäter. Wegen der laufenden Ermittlungen sei eine abschließende Beurteilung noch nicht möglich. Man müsse in Deutschland aber mit weiteren Anschlagsszenarien rechnen, betonte der CSU-Politiker.
    Nach den Sabotageversuchen an der Stromversorgung in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen läuft derzeit ein Polizeieinsatz in Sachsen. Die Polizei hat dort laut Landes-Innenminister Schuster vier Sprengvorrichtungen an zwei Umspannwerken nördlich von Bautzen gefunden.
    In Nordrhein-Westfalen haben Spezialkräfte das Fahrzeug eines 48-jährigen Verdächtigen gestürmt. Den Gesuchten fanden sie nicht. In seiner Wohnung wurde Sprengstoff entdeckt.
    Zuletzt waren mehrere Briefe bei Medien eingegangen. Darin bekennt sich der Verfasser zu Angriffen auf Umspannwerke und nennt als Motiv den Kampf gegen fossile Energieträger.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.