Debatte
Döpfner verteidigt KI-Gebrauch in politischen Texten und kritisiert FAZ für Löschung von Voigt-Text

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Döpfner, hat den Gebrauch von KI für das Verfassen politischer Texte verteidigt.

    Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, spricht in einem Interview mit Journalisten der Deutschen Presse-Agentur.
    Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE (Archivbild) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Seit Jahrzehnten würden Texte von Heerscharen anonymen Personals – sogenannten Ghostwritern, Referenten und PR-Beratern – entworfen, glattgeschliffen und mundgerecht serviert, schreibt er in einem Meinungsbeitrag für seine Zeitung "Die Welt". Dabei krähe nie ein Hahn nach Autorenschaft, solange der Politiker am Ende seinen Namen dafür herhalte.
    Döpfner kritisierte die Löschung eines Gastbeitrags des thüringischen Ministerpräsidenten, Voigt, in der FAZ. Man solle sich nicht lächerlich machen, meinte Döpfner.
    FAZ-Herausgeber Kaube hatte im Deutschlandfunk erklärt, die Wahrscheinlichkeit, nochmal einen Text Voigts zu drucken, liege bei null. Der CDU-Politiker selbst, der sich gegen den Entzug seines Doktortitels wegen Plagiatsvorwürfen wehrt, verteidigte den Gebrauch von KI. Bundestagspräsidentin Klöckner verlangte indes eine Kennzeichnung politischer Texte, die auch mit KI verfasst wurden.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.