Mutmaßlicher Sabotage an Umspannwerk
Drei Kraftwerksblöcke in Bergheim wieder am Netz

Nach der mutmaßlichen Sabotage an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln schreiten die Reparaturen an zwei beschädigten Kraftwerken voran.

    Ein Polizeiwagen steht vor einem Umspannwerk des Netzbetreibers Amprion.
    Eine Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei vorsätzlich verursacht worden. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
    Der Betreiber RWE teilte mit, drei von fünf Braunkohle-Einheiten der beiden Anlagen seien wieder in Betrieb gegangen. Die übrigen zwei Kraftwerksblöcke würden voraussichtlich am Wochenende wieder ans Netz gehen. Während und nach dem Vorfall gestern Abend habe keine Gefahr eines Stromausfalls bestanden, betonte der Netzbetreiber Amprion.
    Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt wegen Sabotage. Sie fand in einem Maisfeld in der Nähe des Umspannwerks sechs Abschussvorrichtungen für Feuerwerkskörper. Die Ermittler vermuten, dass mit ihnen - wie bei einem ähnlichen Fall in Brandenburg - Drähte über Stromleitungen geschossen wurden, um Kurzschlüsse auszulösen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul sprach von einer Tat, die als Angriff auf das Land gewertet werde.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.