Judentum
Dresdner Synagoge feiert Wiedereröffnung

Nach dreieinhalb Jahren Umbau ist die Dresdner Synagoge wieder geöffnet. Im Mittelpunkt der Baumaßnahmen hatte die Erhöhung der Sicherheit gestanden. Anlass war der rechtsextremistisch motivierte Anschlag 2019 auf die Synagoge in Halle.

    Sachsen, Dresden: Außenansicht des Areals der Synagoge in der sächsischen Landeshauptstadt.
    Synagoge Dresden feiert Wiedereröffnung. (Matthias Rietschel / dpa)
    Jüdisches Leben gehöre zu Sachsen und müsse frei, sichtbar und vor allem sicher gelebt werden können, sagte Kultusminister Conrad Clemens. Der Freistaat unterstützt die Jüdischen Gemeinden bei der Sicherung ihrer Einrichtungen mit knapp zehn Millionen Euro.
    Wolfram Nagel, Mitglied der Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde in Dresden, sagte dem MDR, die Synagoge sei sicherheitstechnisch ertüchtigt worden. Er hoffe, dass man dort wieder unbeschwert beten und dem Gemeindeleben nachgehen könne.
    Trotz der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wolle die Gemeinde versuchen, offen zu bleiben. So gebe es in der Dresdner Synagoge einen Saal, den die Gemeinde weiter öffentlich nutzen wolle. Geplant seien Ausstellungen und Konzerte.
    Die Rückkehr der Gemeinde in die Dresdner Synagoge soll mit einem Fest gefeiert werden.
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.