Krieg
Druck auf Menschen in Ukraine wegen russischer Angriffe auf Energieinfrastruktur bei anhaltender Eiseskälte bleibt hoch

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat angekündigt, wegen der russischen Angriffe auf die Infrastruktur im Land Hausbesitzer bei der Anschaffung von Stromgeneratoren zu unterstützen.

    Kiew: In einem Wohnviertel werden Notzelte aufgestellt, in denen sich die Menschen aufwärmen können.
    Nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe gegen die Energieobjekte des Landes geflogen hat, sind die Bewohner mitten im Winter ohne Strom, Wasser und Heizung. (Vladyslav Musiienko / AP / dpa / Vladyslav Musiienko)
    In einer Videobotschaft am Abend sagte er, die autonome Energieversorgung solle erschwinglicher werden, unter anderem durch zinslose Kredite und Unterstützung bei Reparaturen. Die Stromversorgung in der Ukraine ist durch wiederholte russische Angriffe stark beschädigt.
    Die grüne Bundestagsabgeordnete Göring-Eckardt sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), in den Wohnblöcken in Kiew sei die Wärmeversorgung ausgefallen. Göring-Eckardt hält sich zu einem Besuch in Kiew auf. Sie sagte weiter, durch eingefrorene Leitungen gebe es keine Wasserversorgung mehr. Die Menschen seien trotzdem noch bereit, für Demokratie zu kämpfen, berichtete die Grünen-Politikerin. Die militärische Verteidigung funktioniere aber nicht, da zu wenig Material vorhanden sei. Sie appellierte an die europäischen Staaten, die Ukraine weiter zu unterstützen, auch mit weiteren Waffenlieferungen und dem Marschflugkörper Taurus.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.