Energie
E.ON-Vertriebschef Endress: Mit bidirektionalem Laden von E-Autos gegen die Dunkelflaute

Der neue Vertriebschef des Essener Energiekonzerns E-on, Endress, hat die Flexibilisierung des Stromversorgungssystems als große Herausforderung bezeichnet.

    Flagge vor der Eon-Zentrale in Essen
    Die Eon-Zentrale in Essen (Archivbild). (imago stock&people)
    Endress sagte dem Nachrichtenportal T-online, es gehe um die Frage, wie man den Stromverbrauch intelligent an die Produktion aus erneuerbaren Energien anpassen und Verbräuche in günstigen Zeiten verschieben könne. Als Beispiel verwies er auf bidirektionales Laden. Der Manager geht davon aus, dass Elektroautos künftig eine zentrale Rolle in der Stabilisierung des Stromnetzes spielen werden. Das gehe jetzt erst richtig los, meinte Endress. Mit dem bidirektionalen Laden könnten E-Auto-Fahrer ihren Wagen als mobilen, flexiblen Stromspeicher einsetzen. Das Auto lade nicht nur Strom, sondern könne den Strom auch wieder zurück ins Netz oder den Haushalt geben. So ließe sich der eigene Haushalt je nach E-Auto-Modell rund eine Woche mit Strom versorgen, zum Beispiel, wenn gerade Dunkelflaute und der Strom aus dem Netz sehr teuer sei. Zudem könnten Autofahrer mit der Einspeisung ins Stromnetz zusätzlich Geld verdienen. Das gebe der Wirtschaftlichkeit von Elektroautos eine ganz neue Dimension, führte Endress aus und fügte hinzu: "Um diese Stromflüsse zu messen und abzurechnen, braucht man aber den Smart Meter."
    Als weiteres wichtiges Zukunftsthema bezeichnete Endress den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei operativen Prozessen. Möglicherweise werde die Steuerung von Energieflüssen künftig durch KI erfolgen.
    Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.