
Das haben die Verteidigungsminister der so genannten E5-Gruppe bei einem Treffen im polnischen Krakau vereinbart. Mit der sogenannten LEAP-Initiative wollen die Staaten bei der Entwicklung und Beschaffung kostengünstiger Waffensysteme vor allem zur Abwehr von Drohnen kooperieren. Bundesverteidigungsminister Pistorius sagte, wenn sich das Modell bewähre, könne es Vorbildcharakter für andere Bereiche haben. Zugleich brachte er eine engere Vernetzung der europäischen Geheimdienste ins Spiel. Hintergrund der verstärkten Kooperation sind wachsende Zweifel in Europa an der Zuverlässigkeit der USA.
Pistorius erteilte zudem Überlegungen zu einer Beteiligung der Bundesrepublik an nuklearer Abschreckung eine Absage. Diese werde in Europa auf absehbare Zeit von den USA gewährleistet. Europa müsse im Gegenzug jedoch mehr Verantwortung bei der konventionellen Rüstung und Abschreckung übernehmen. Der SPD-Politiker führte aus, eine Unterstützung der französischen nuklearen Abschreckung durch Deutschland werde rein konventioneller Natur sein.
Zuletzt hatte Bundeskanzler Merz in einem Interview erklärt, er könne sich die Ausweitung der nuklearen Teilhabe in Europa vorstellen, wie sie bereits mit den USA besteht.
Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
