WHO
Ebola-Ausbruch im Kongo breitet sich ungewöhnlich schnell aus

Das Ebola-Virus breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo nach Angaben ‌der Weltgesundheitsorganisation ungewöhnlich ⁠schnell aus.

    Kongo, Bunia: Medizinisches Personal wird im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie desinfiziert an der Citadelle-Klinik.
    Das Ebola-Virus breitet sich im Kongo schneller aus als bei frühreren Epidemien. (Moses Sawasawa / AP / dpa / Moses Sawasawa)
    Laut WHO sind im ersten ⁠Monat seit Ausbruch so viele Infektionen bestätigt worden wie bei keiner anderen Ebola-Epidemie zuvor. Begünstigt wurde dies durch die rasche Ausbreitung in dicht besiedelten städtischen Gebieten. Inzwischen sind den kongolesischen ⁠Behörden zufolge mehr als 1.000 Menschen ‌infiziert und 267 gestorben.
    Experten ⁠zufolge ⁠zirkulierte das Bundibugyo-Virus monatelang ⁠unbemerkt, bevor am 15. Mai offiziell der Ausbruch erklärt ⁠wurde. Das erschwert die Nachverfolgung von Kontakten. Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums konnten bisher nur rund 60 Prozent der Menschen, die mit Ebola-Erkrankten im Kontakt gestanden haben, ermittelt werden. Die WHO geht davon aus, dass 90 Prozent nötig sind, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Zuletzt wurden auch in mehreren überfüllten Vertriebenenlagern im Osten des Kongo Ebola-Fälle registriert.
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.