
Laut Rotem Kreuz gibt es zudem eine Vertrauenskrise, die es schwer mache, den Ausbruch zu bekämpfen. Immer noch glaubten Menschen, die Krankheit sei erfunden, um mehr Geld aus dem Ausland zu erhalten. Andere fänden, Beerdigungen unter besonderen Schutzvorrichtungen, weil das Virus von Leichen übertragen werden kann, seien ein Angriff auf Kultur und Traditionen, nicht eine Maßnahme, um die Familien zu schützen.
Neue Art von Leichensäcken
Das Rote Kreuz, das die Beerdigungen organisiert, habe zugehört und verwende jetzt Leichensäcke mit einem durchsichtigen Plastikteil, so dass die Familien das Gesicht ihres Verwandten sehen können.
Im Kongo wurden Regierungsdaten zufolge bislang mehr als 800 Fälle der seltenen Ebola-Variante Bundibugyo gemeldet, von denen 196 tödlich verliefen. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union warnte, der aktuelle Ausbruch könne sich zum schlimmsten aller Zeiten entwickeln. Zehntausende Kontakte von Infizierten seien noch nicht nachverfolgt.
Für den Bundibugyo-Virus-Stamm gibt es bislang weder eine erprobte Behandlung noch einen Impfstoff.
Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
