
In der Region Sud-Ubangi im Nordwesten des Landes sei der Erreger in einer Probe eines Verstorbenen nachgewiesen worden, teilten die Behörden mit. Damit wurde die Bundibugyo-Variante nun in sieben von 26 Provinzen im Land nachgewiesen.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch im Kongo hat nach jüngsten Regierungsangaben bisher nachweislich 6.942 Menschen infiziert, von denen 3.349 gestorben sind. Es handelt sich um den zweitgrößten Ausbruch, der je verzeichnet wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Ebola-Ausbruch als außer Kontrolle geraten ein.
Infektiologin: Wahrscheinlich Teil-Schutz durch Impfungen
Seit Ende August läuft im Kongo eine Impf-Aktion gegen das Virus. Verwendet wird ein Impfstoff, für den ein Schutz bislang nur gegen den Zaire-Stamm des Ebola-Virus nachgewiesen ist.
Die Virologin Marylyn Addo sagte im Deutschlandfunk
, neueste Daten aus Tierversuchen zeigten, dass der Impfstoff auch gegen die Bundibugyo-Variante wirke, wenngleich auch deutlich schwächer. Zumindest gegen den Tod könne die Impfung aber wohl schützen.
Das Ebola-Fieber wird durch Körperkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen. Die Sterbefallquote im Kongo beträgt 48,6 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil kleiner Kinder.
Nach Angaben der WHO sollen bis November klinische Studien für drei neue potenzielle Impfstoffe gegen den betreffenden Virusstamm beginnen.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
