
Das Medikament ist seit Anfang September in Deutschland erhältlich und steht Menschen mit Adipositas oder Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung zur Verfügung. Betroffene brauchen ein Rezept vom Arzt.
Hirschhausen meinte gleichwohl, dass die Pille grundsätzliche Probleme nicht löse
. Wichtig sei die Prävention, die Menschen müssten runter vom süßen Geschmack. Gesüßte Getränke - auch mit Zuckerersatzstoffen - seien ein großer Treiber für Adipositas. Problematisch sei auch das hochkalorische Essen in Kitas oder Kantinen. Die Gesellschaft müsse dafür sorgen, dass schon Kinder kein Übergewicht bekämen. Außerdem müsse man offen über das Problem reden und mit dem "Dicken-Shaming" aufhören.
Der Mediziner wies zudem auf die hohen Kosten des Medikaments in Deutschland hin. Es würde 45 Milliarden Euro kosten, wenn alle Menschen mit Adipositas die Abnehmpille als Kassenleistung bekämen. In Indien würde die Arznei nur ein Bruchteil kosten, hierzulande machten sich die Hersteller die Taschen voll, betonte Hirschhausen.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
