
Der britische Popstar machte für den Ausschluss von Macklemore wegen pro-palästinensischer Äußerungen die Organisatoren verantwortlich. Es sei die Entscheidung des Tourveranstalters gewesen, nicht seine, schrieb Sheeran auf Instagram und widersprach damit der Darstellung von Macklemore.
Sheeran erklärte weiter, er selbst habe ausgiebig mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und "Aktivisten auf beiden Seiten" gesprochen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.
Zum Krieg im Nahen Osten schrieb Sheeran, er sei entsetzt vom Leid auf beiden Seiten. Nur weil er seine Meinung nicht öffentlich äußere, bedeute dies nicht, dass es ihm egal sei. Er erklärte, er verzichte auf politische Meinungsäußerungen bei seinen Auftritten, da er mit seinen Konzerten "Orte der Sicherheit und Zuflucht" schaffen wolle - insbesondere für Kinder und junge Menschen.
Vorgruppen sagen Tour-Teilnahme ab
Wenige Stunden nach der Stellungnahme von Sheeran äußerten sich andere Künstler, die im Vorprogramm der Tour eingeplant waren. Die irischen Musiker Aaron Rowe und Beoga, die dänische Band Lukas Graham sowie der US-Künstler Finneas kündigten an, auf ihre Auftritte zu verzichten - aus Solidarität mit Macklemore. Etwa Finneas erklärte, Künstler dürften nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie sich für Unterdrückte einsetzten.
Rapper als pro-palästinensisch bekannt
Macklemore sollte im Vorprogramm der Tour von Sheeran auftreten. Bei früheren Auftritten hatte er die israelische Regierung kritisiert und die Parole "Free Palestine" gerufen. Der Rapper positioniert sich seit langem pro-palästinensisch und kritisiert das Vorgehen Israels im Gazastreifen und im Westjordanland. Der Interessenverband Israeli-American Council hatte eine Petition gestartet, in der Sheeran aufgefordert wurde, Macklemore aus dem Programm zu entfernen.
Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
