Ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gestorben

Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesministerin, Rita Süssmuth, ist tot.

    Rita Süssmuth im Jahr 2015
    Rita Süssmuth im Jahr 2015 (imago/Eibner)
    Sie starb im Alter von 88 Jahren, wie Bundestagspräsidentin Klöckner mitteilte. Klöckner würdigte Süssmuth als "eine der bedeutendsten Politikerinnen der Bundesrepublik".
    Süssmuth war Professorin der Erziehungswissenschaften, bevor sie 1981 in die CDU eintrat. Unter Bundeskanzler Kohl wurde sie 1985 Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Ein Jahr später wurde ihr zusätzlich das Ressort Frauen zugesprochen. Damit wurde sie Deutschlands erste Bundesfrauenministerin. Von 1988 bis 1998 war sie Bundestagspräsidentin.
    In ihrer politischen Karriere setzte sich die CDU-Politikerin unter anderem für die Reform des Abtreibungsparagrafen 218 ein und engagierte sich für Aids-Kranke. Mitte der 1990er Jahre war Süssmuth die erste prominente CDU-Politikerin, die ein Bekenntnis zu Deutschland als Einwanderungsland forderte.
    Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.