Auszeichung
Ehrenamtspreis für jüdisches Leben geht nach Berlin und Köln

Der Verein Kölner Forum für Kultur im Dialog mit seinem Projekt „Shalom-Musik.Koeln“ erhält den Ehrenamtspreis für jüdisches Leben in Deutschland 2026 in der Kategorie ohne Altersbeschränkung. Der Preis in der Kategorie für unter 27-Jährige geht an die Berliner Initiative „Jüdisches Leben erleben statt urteilen - Ein verbindender Stadtspaziergang mit Eis“.

    Mehrere Menschen stehen nebeneinander und halten Schilder mit Symbolen und Texten hoch. Auf einem zu lesen steht "Shalom Musik Koeln", auf einem anderen ist ein Davidstern zu sehen.
    Claudia Hessel (3. v.l.) ist die Intendantin von Shalom-Musik.koeln und Gründungsmitglied sowie Vorstandsvorsitzende des Kölner Forum für Kultur im Dialog e.V. (hier im Jahr 2022) (IMAGO / Horst Galuschka)
    Das teilte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Klein, mit. Das ausgezeichnete Kölner Projekt „Shalom-Musik“ ist ein Festival für jüdische Musik, das kulturelle Teilhabe und demokratische Werte stärken soll. Dazu erklärte Klein: "Dem Projekt gelingt es auf eindrucksvolle Weise, jüdisches Leben im Kölner Raum für alle erfahrbar zu machen. Mit einem vielfältigen kulturellen Angebot erreicht der Verein ein sehr breites Publikum und schafft eine nachhaltige positive Wirkung unter Einbindung jüdischer Institutionen.“
    Die drei 18-Jährigen Berliner Gewinnerinnen wiederum organisieren Stadtrundgänge durch die Hauptstadt, bei denen sie über früheres und heutiges jüdisches Leben aufklären. Deren Initiative mache jüdisches Leben in Berlin niedrigschwellig und auf sehr sympathische Weise sichtbar und könne als Vorbild für ähnliche Initiativen bundesweit dienen, erläuterte Klein.
    Der Ehrenamtspreis wird seit 2022 vom Antisemitismusbeauftragten ausgelobt und ist in beiden Kategorien mit je 5.000 Euro dotiert. Den Angaben zufolge wählte eine sechsköpfige Jury unter der Leitung Kleins die Gewinnerteams einstimmig aus fast 70 Bewerberinnen und Bewerbern aus.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.