Kenia
Ein Toter bei Protesten gegen eine Ebola-Quarantäneeinrichtung für US-Bürger - fast 600 Fälle in der DR Kongo

In Kenia ist bei Protesten gegen ein geplantes Ebola-Quarantänezentrum mindestens ein Mensch getötet worden.

    Während einer Demonstration gegen ein geplantes Ebola-Quarantänezentrum der USA auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia setzt die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein.
    Bei Protesten gegen ein geplantes Ebola-Quarantänezentrum für US-Bürger ist in Kenia mindestens ein Mensch getötet worden. (Brian Inganga / AP / dpa / Brian Inganga)
    Nach Angaben einer Hilfsorganisation wurde der Mann bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften erschossen. Ein weiterer sei verletzt worden. In der kenianischen Stadt Nanyuki protestieren die Bewohner seit Ende Mai gegen das Zentrum. Bereits Anfang Juni hatte es dabei Tote gegeben.
    Die Einrichtung soll auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia entstehen und US-Bürger aufnehmen, die in der Demokratischen Republik Kongo dem Virus ausgesetzt gewesen sein könnten. In Kenia selbst gibt es noch keinen Ebola-Fall.
    Derweil stieg im Kongo die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem gefährlichen Bundibugyo-Stamm auf 598. Nach Angaben der Behörden starben inzwischen 115 Menschen an der Krankheit.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.