Pazifischer Ozean
Ein Toter bei US-Angriff auf angebliches Drogenboot

Bei einem erneuten US-Angriff auf ein angebliches Boot von Drogenschmugglern im Pazifik ist ein Mensch getötet worden.

    Die Lenkwaffenzerstörer der Arleigh-Burke-Klasse USS Mahan (l, DDG 72) und USS Bainbridge (DDG 96) fahren in Formation, während ein F/A-18 Super Hornet des Carrier Air Wing Eight zur Landung auf dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford (CVN 78) ansetzt.
    US-Militär greift mutmaßliches Drogenboot im Pazifik an. (Archivbild) (Petty Officer 2nd Class Triniti/U.S. Pentagon/dpa)
    Das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando Southcom erklärte, das Boot sei am Drogenhandel beteiligt und auf bekannten Schmuggelrouten im Ostpazifik unterwegs gewesen. Zwei weitere Männer überlebten den Angriff demnach. Die US-Küstenwache leitete Suchmaßnahmen ein.
    Das gewaltsame Vorgehen der US-Regierung gegen solche Boote ist umstritten. Juristen und Menschenrechtsgruppen sehen darin einen Verstoß gegen das Völkerrecht mit außergerichtlichen Tötungen. Die US-Regierung hat in keinem Fall eindeutige Beweise vorgelegt, dass die attackierten Schiffe tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren. 
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.