Christopher Street Day
Ein Toter und mehrere Verletzte bei CSD in Berlin - Fahrzeug soll in Menschenmenge gefahren sein - Zeugen berichten auch von Stichverletzungen

Bei einem Vorfall am Rande des Christopher Street Day in Berlin ist nach Polizeiangaben mindestens eine Person ums Leben gekommen, als ein Fahrzeug mehrere Menschen angefahren hat.

    Einsatzkräfte und Fahrzeuge der Polizei auf einer nächtlichen Straße.
    Einsatzkräfte der Polizei beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Es gebe im Großen Tiergarten zudem etwa 15 Verletzte, einige von ihnen schwer, sagte ein Sprecher. Zahlreiche Polizeikräfte sowie Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr seien im Einsatz. Es werde mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen gefahndet. Man wisse momentan jedoch noch nichts über Motivlagen, die Person des Täters oder Ähnliches. Die Polizei prüft zudem, ob auch eine Stichwaffe eingesetzt wurde. Es sei Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase gegeben habe, hieß es. Zeugen hatten demnach auch von Stichverletzungen berichtet.
    Der Berliner Stadtentwicklungssenator Gaebler erklärte, man könne im Moment noch nichts dazu sagen, ob es Hinweise für einen politischen oder kriminellen Hintergrund gebe. Es sei aber auch besser, nicht zu spekulieren, betonte der SPD-Politiker. Der Regierende Bürgermeister Wegner von der CDU sprach nach dem Vorfall von einem -Zitat- "Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft". Nach einem friedlichen und bunten CSD sei die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert worden.
    Der Christopher Street Day wurde vorzeitig beendet. Die Menschen sind aufgefordert, den Bereich Tiergarten zu meiden. Dort hatten Hunderttausende den CSD gefeiert.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.