Fachmesse "Innotrans"
Eine Reise, ein Ticket: Grenzüberschreitende Bahnfahrten in Europa sollen einfacher werden

EU-Verkehrskommissar Tzitzikostas hat zum Auftakt der Mobilitätsmesse Innotrans in Berlin das Ziel bekräftigt, Bahnreisen über Landesgrenzen zu vereinfachen. Es gehe darum, ein Ticket für mehrere Zugunternehmen einzuführen, um quer durch Europa zu fahren, erklärte er bei der Eröffnungsfeier.

    Gezeigt sind Eisenbahnschienen. Im Hintergrund eine grüne Wiese und leicht bewölkter Himmel.
    "Eine Buchung und volle Rechte für Fahrgäste" verspricht EU-Verkehrskommissar Tzitzikostas. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Robert Schmiegelt)
    Wörtlich führte Tzitzikostas aus: "Eine Reise, eine Buchung und volle Rechte für Fahrgäste". Ein Startdatum für die Umsetzung existiert bisher nicht. Die EU-Kommission hatte die Pläne für vereinfachte europaweite Reisebuchungen im Mai vorgestellt.
    Darüber hinaus wurden Pläne für eine Nachtzugverbindung zwischen Hamburg und München vorgestellt. Ab März will das Start-up Nox Reisen in Einzel- und Doppelabteilen mit Arbeits- und Schlafmöglichkeiten anbieten.

    KI soll Leitstellen unterstützen

    Im Fokus der 30. Ausgabe der Fachmesse stehen neue Technologien. Vor allem die künftige Bedeutung von Künstlicher Intelligenz wird hervorgehoben. Der Chef des Zugbauers Siemens Mobility, Peter, betonte, sie werde etwa in den Leitstellen dabei helfen, verspätete Züge wieder schneller in den Takt zu bringen. Das Unternehmen Alstom präsentiert einen KI-Assistenten, der bei der Zuginstandhaltung hilft, Probleme schneller zu finden. Alstom-Chef, Sion, sagte der FAZ, die neue Technik ermögliche ferner, deutlich mehr Züge auf der bestehenden Infrastruktur fahren zu lassen.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.