Dienstag, 24. Mai 2022

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Einheitslehrer oder Quereinsteiger
Was tun gegen grassierenden Lehrermangel?

Wenn die Schule wieder beginnt, werden wohl viele Schüler weiterhin immer wieder mal frei bekommen, weil zehntausende Lehrerinnen und Lehrer fehlen. Um die Lücken zu füllen, schicken die Kultusministerien jetzt Quereinsteiger, Pensionäre oder Akademiker ohne jegliche pädagogische Ausbildung in die Schulen.

Moderation: Manfred Götzke | 18.08.2018

Ein Plakat mit der Aufschrift "Ohne Lehrer werden wir leerer" hängt bei einer Demonstration vor dem Thüringer Landtag in Erfurt (Thüringen). Die Demonstration von Landes-Eltern-Vereinigung, Landesschülervertretung, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem Thüringer Lehrerverband richtete sich gegen Unterrichtsausfall und Lehrermangel.
Droht zum neuen Schuljahr in Deutschland der Bildungsnotstand? (dpa / Martin Schutt)
In Berlin zum Bespiel hat nur ein Drittel der neuen Kräfte ein Lehramtsstudium absolviert. Weil der Mangel nicht bei allen Schulformen gleich groß ist, schlägt der Chef der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter, eine einheitliche Lehrerausbildung vor: Lehrer sollten nicht mehr getrennt nach Schularten ausgebildet werden.
Campus und Karriere fragt: Ist der Einheitslehrer die Lösung für den Lehrermangel? Wer ist schuld an diesem eigentlich doch absehbareren Problem? Wie gut können Quereinsteiger Schüler überhaupt unterrichten? Und: Droht zum neuen Schuljahr in Deutschland der Bildungsnotstand?
Gesprächsgäste:
  • Karin Prien, Kultusministerin in Schleswig-Holstein
  • Ilka Hoffmann, Vorstand der Bildungsgewerkschaft GEW
  • Kerstin Ruthenschröer, Grundschulkonrektorin, Sprecherin Junger VBE
Eine Sendung mit Hörerbeteiligung über Telefon: 00800 – 44 64 44 64 oder Email: campus@deutschlandfunk.de
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