Nach langem Streit
Einigung mit Dänemark und Grönland: USA wollen Militärpräsenz auf Grönland ausweiten - NATO begrüßt Vereinbarung

Die USA haben mit Dänemark und Grönland eine Einigung im Streit um die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel erzielt.

    Farbige Häuser in der Nähe von Fjorden und Eisbergen
    Grönland ist ein selbstverwalteter Bestandteil des Königreichs Dänemark (picture alliance / imageBroker / elov)
    Wie US-Präsident Trump mitteilte, wollen die USA ihre Militärpräsenz dort dauerhaft ausweiten. Die Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange werde an Washington übertragen. Gegner der USA dürften künftig weder Stützpunkte auf Grönland bauen noch sensible Investitionen tätigen. Die dänische Regierungschefin Frederiksen teilte mit, das Abkommen solle nächste Woche unterzeichnet werden. Es sei gut für die NATO und für Europa. Grönlands Regierungschef Nielsen fügte hinzu, die Vereinbarung erkenne die Interessen Grönlands an.
    Die NATO begrüßte die Ankündigung. Das Abkommen werde dazu beitragen, die Sicherheit, Stabilität und Zusammenarbeit in dieser wichtigen Region zu fördern, erklärte ein Sprecher.
    Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach gedroht, Grönland zu annektieren und dies mit einem mangelnden Schutz durch Dänemark begründet. Er sieht die arktische Region und die rohstoffreiche Insel etwa durch Russland und China bedroht.
    Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.