Sonntag, 04. Dezember 2022

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Elisabeth Schwarzkopf singt Hugo Wolf
Lieben, sehnen, streiten

Sie sind mal neckisch und buffonesk, mal traurig und ernst: Die Lieder aus Hugo Wolfs „Italienischem Liederbuch“ verlangen von den Ausführenden rasch wechselnde Stimmungen, Flexibilität und großes Einfühlungsvermögen. Das alles besaß die Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf in einzigartiger Weise.

Am Mikrofon: Thilo Braun | 16.04.2020

    Links vorne ein Flügel, daran ein Pianist mit Rücken zum Betrachter. Rechts hinten eine Sängerin vor einem Mikrofon.
    Elisabeth Schwarzkopf und Gerald Moore bei der Aufnahme der Lieder von Hugo Wolf (Godfrey MacDomnic / Lebrecht)
    Zahllose Kritiker feierten Elisabeth Schwarzkopf als Sängerin mit der schönsten Sopranstimme ihrer Zeit: Sie galt als herausragende Interpretin in Mozarts Opern "Figaros Hochzeit", "Don Giovanni" oder "Cosi fan tutte". Darüber hinaus ist ihre Gestaltung der Marschallin im "Rosenkavalier von Richard Strauss bis heute legendär. Gleichzeitig machte Elisabeth Schwarzkopf sich einen Namen im Bereich Kunstlied. Wie bei der Erarbeitung von Opernpartien achtete sie auch bei der Einstudierung der Lieder von Schubert, Strauss oder Hugo Wolf auf kleinste Nuancierungen. Wolfs zwischen 1891 und 1896 komponiertes "Italienisches Liederbuch" nahm sie zusammen mit dem Pianisten Gerald Moore Ende 1959 für die Schallplatte auf.