Bundestag
Ende der Haushaltswoche: Etatentwurf für 2027 an den Haushaltsausschuss überwiesen

Der Bundestag hat die ersten Beratungen über den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr abgeschlossen.

    Blick von der Tribüne in den Plenarsaal des Bundestags während der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027.
    Blick in den Plenarsaal des Bundestags während der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027. (picture alliance / dpa / Michael Brandt)
    Der Gesetzentwurf mit allen Einzelplänen für 2027 sowie der Finanzplan des Bundes bis 2030 wurden an den Haushaltsausschuss überwiesen. Der Entwurf von Bundesfinanzminister Klingbeil sieht Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro vor. Die Neuverschuldung soll einschließlich der Kredite aus den Sondervermögen für Bundeswehr, Infrastruktur und Klimaneutralität bei gut 200 Milliarden Euro liegen.
    Bei der sogenannten Schlussrunde zum Ende der Haushaltswoche äußerte die Opposition nochmals Kritik am Etatentwurf. Der AfD-Haushaltspolitiker Espendiller warf der Bundesregierung vor, große Summen etwa für Infrastruktur und Verteidigung als Investitionen zu bezeichnen und damit die finanziellen Probleme des Bundes zu verschleiern. Auch der Abgeordnete Bartsch von der Linken kritisierte die geplante Neuverschuldung. Der Grünen-Abgeordnete Eckert bemängelte, es werde am sozialen Zusammenhalt gekürzt. Der SPD-Haushaltspolitiker Rudolph verteidigte den Haushaltsentwurf hingegen als Zukunftsinvestition.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.