
Der Kaiseradler namens Feliks hatte vor gut einem Jahr zum ersten Mal sein Nest in Serbien verlassen. Die Vogelschützer verfolgten seine Flugroute über einen Tracker. Sie schlugen Alarm, als der Adler eine für seine Art unübliche Route in Richtung Südosten nahm. Ende Oktober kam sein letztes Signal aus Syrien. Schließlich verlangten Schmuggler über eine Partnerorganisation im Libanon ein Lösegeld für den selten Vogel.
Nach längeren Verhandlungen wurde der Adler mit einem Flugzeug zurück in seine Heimat gebracht. Kaiseradler legen weite Strecken zurück und überwintern - wie Feliks - im Nahen Osten oder in anderen weit entfernten Gebieten. Die Art ist vom Aussterben bedroht und in Serbien streng geschützt. 2017 brütete dort nur noch ein einziges Paar. Seitdem haben sich die Kaiseradler erholt, in diesem Jahr zählten die Forscher wieder 29 Brutpaare.
Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
