
Im Oktober sollen die beiden ersten Bücher erscheinen, wie er ankündigte. Es sind Werke des Intellektuellen Bernard-Henri Lévy und der Rabbinerin Delphine Horvilleur. In Folge der Entlassung Noras hatten mehr als 200 französische Autorinnen und Autoren den Grasset-Verlag verlassen; auch ausländische Schreibende wehrten sich in einer Stellungnahme dagegen, dass ihre Arbeit politisch instrumentalisiert wird.
Mittlerweile mehrt sich auch der Widerstand gegen den Einfluss Bollorés auf das Kino; dort spielt der Milliardär über die Filmförderung seines Senders Canal+ eine große Rolle. Die Autorin Anne Berest bezeichnete die Proteste in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland kürzlich als "historisch". Ihre Begründung: "Zum ersten Mal seit 1777 vereinen sich in Frankreich Autoren, um über ihre Berufsgemeinschaft und deren Probleme zu sprechen." Sie glaubt fest an einen Erfolg, denn: "Literatur gilt in Frankreich als Kulturgut – daran rührt man nicht."
Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
