Haushaltswoche
Entwicklungsministerin Alabali-Radovan beklagt Einsparungen bei ihrem Etat, AfD sieht Verschwendung

Im Rahmen der Haushaltswoche haben die Bundestagsabgeordneten über die geplanten Ausgaben für wirtschaftliche Zusammenarbeit diskutiert.

    Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, steht an einem Rednerpult im Bundestag. Sie trägt ein rosafarbenes Jacket und eine weiße Bluse.
    Bundesentwicklungsministerin Alabali-Radovan von der SPD (Archiv) (picture alliance / dpa / Carsten Koall)
    Entwicklungsministerin Alabali-Radovan räumte ein, die vorgesehenen Einsparungen im Haushaltsentwurf verkleinerten die eigenen Spielräume. Man habe hart priorisiert und schwere Entscheidungen getroffen. Die SPD-Politikerin bekräftigte jedoch, Frieden passiere nicht durch Kriegsgeräte, sondern durch harte politische Arbeit. Entwicklungspolitik sei Friedenspolitik.
    Der AfD-Haushaltspolitiker Hanker warf dem Ministerium vor, von Ideologie getrieben zu sein. Als Beispiel nannte er etwa ein Theaterprojekt in Nordmazedonien oder ein ökofeministisches Projekt in Indonesien. Hanker sagte, die Entwicklungspolitik changiere zwischen Kolonialismus, Verschwendung und Ignoranz der rechtlichen Vorgaben.
    Für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung will die Bundesregierung nächstes Jahr 9,5 Milliarden Euro ausgeben - eine halbe Milliarde weniger als in diesem Jahr. Gekürzt wird etwa durch pauschale Einsparvorgaben bei allen Haushaltstiteln.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.