USA
Epstein-Veröffentlichungen: Goldman-Sachs-Chefjuristin und frühere Justiziarin aus Obama-Zeit, Ruemmler, gibt Posten auf

In den USA gibt die Chefjuristin von Goldman Sachs, Kathryn Ruemmler, nach der Enthüllung von Verbindungen zum Sexualverbrecher Jeffrey Epstein ihren Posten auf.

    Kathryn Ruemmler im Porträt, hinter ihr noch zwei verschwommene Personen.
    Der nächste Rücktritt in Verbindung mit Epstein: Die Goldman-Sachs-Juristin Kathryn Ruemmler (Foto von 2013) (AP / Charles Dharapak)
    Die Bankmanagerin werde das Kreditinstitut zum 30. Juni verlassen, teilte Goldman Sachs mit. Die 54-Jährige ist seit 2019 dort, seit 2021 als Chefjuristin. Ruemmler war zuvor Staatsanwältin, Anwältin und auch Justiziarin im Weißen Haus unter Ex-Präsident Obama. Aus der jüngsten Veröffentlichung großer Mengen an Epstein-Unterlagen war klar geworden, dass Ruemmlers Verbindungen zu Epstein deutlich enger waren als zuvor bekannt. Sie nannte ihn in E-Mails "Onkel Jeffrey" und sagte, sie verehre ihn. Nachdem sie 2014 das Weiße Haus verlassen hatte, erhielt Ruemmler mehrere teure Geschenke von Epstein, darunter Luxushandtaschen und einen Pelzmantel.
    Das "Wall Street Journal" entdeckte in den Unterlagen zudem einen Hinweis darauf, dass Ruemmler zu den Personen gehörte, die Epstein unmittelbar nach seiner Festnahme 2019 anrief. Das geht der Zeitung zufolge aus handschriftlichen Notizen von FBI-Mitarbeitern hervor, die als Teil des Unterlagen-Pakets veröffentlicht wurden. Ruemmlers Sprecherin sagte zu dem Bericht, sie habe lediglich eine berufliche Beziehung zu Epstein gehabt und nichts von seinen Verbrechen gewusst. Epstein war bereits 2008 wegen Sexualdelikten verurteilt und als Sexualstraftäter registriert worden. Goldman Sachs hatte zunächst dementiert, dass Ruemmler wegen Epstein-Kontakten ihren Job verlieren könnte.
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.