Türkei
Erdogan ernennt umstrittenen Istanbuler Generalstaatsanwalt Gürlek zum Justizminister

In der Türkei hat Präsident Erdogan den umstrittenen Istanbuler Generalstaatsanwalt Gürlek zum neuen Justizminister ernannt.

    Porträt des türkischen Präsodenten Erdogan, der grimmig in die Kamera guckt. Im Hintergrund sind Teile der türkischen Flagge zu erkennen.
    Präsident Erdogan hat einen neuen Justizminister ernannt (Archivbild). (IMAGO / Avalon / Stefano Costantino TTL)
    An der per Amtsblatt verkündeten Personalie gibt es Kritik, weil Gürlek in seiner bisherigen Funktion gegen zahlreiche Politiker der größten Oppositionspartei CHP vorgegangen ist. So war er unter anderem für die Ermittlungen gegen den abgesetzten Istanbuler Bürgermeister Imamoglu verantwortlich, der seit März vergangenen Jahres in Untersuchungshaft sitzt.
    Die stellvertretende CHP-Vorsitzende Ciftci bezeichnete die Ernennung Gürleks auf der Plattform X als Belohnung für das Vorgehen gegen ihre Partei.
    Gürlek löst den bisherigen Justizminister Tunc ab. Wie außerdem bekannt gegeben wurde, wird Innenminister Yerlikaya durch den Gouverneur der Provinz Erzurum, Ciftci, ersetzt.
    Für die Kabinettsumbildung wurde kein Grund angegeben. Nach offizieller Darstellung haben die beiden scheidenden Minister um ihre Entlassung gebeten.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.