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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update25.07.2020

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Die Corona-App warnt nicht richtig +++ Vodafone bringt seine Funk-Masten an die Börse +++ Smartphones werden zum Personalausweis +++ Signierte PDF-Dokumente sind immer noch nicht sicher +++ Apple will klimaneutral werden +++ Google soll Daten externer Apps für eigene Zwecke nutzen

Von Lucian Haas

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Forschung aktuell: Computer und Kommunikation - Die Meldungen (Deutschlandradio)
Wochenrückblick aus der IT-Welt - das Info-Update bei „Computer und Kommunikation“ (Deutschlandradio)

Die Corona-App warnt nicht richtig

Bei diversen Smartphones hat die Corona-Warn-App offenbar wochenlang nicht wie vorgesehen funktioniert. Nutzer wurden nicht zuverlässig von der App gewarnt, wenn sie Risikobegegnungen, also Kontakt zu Infizierten hatten. Das gilt sowohl für die Android wie für die iOS-Version der App. Nach Angaben der Entwickler von SAP liegt das Problem nicht im Programmcode der Apps. Vielmehr hindern Energiesparfunktionen der Betriebssysteme mancher Smartphones die Apps daran, nötige Daten im Hintergrund zu aktualisieren. Das heißt: Nur wenn der Nutzer selbst die Corona-App gezielt aufruft, kann das Programm überprüfen, ob zu den im Gerät gespeicherten Bluetooth-Kennungen anderer Smartphones eine Infektionsmeldung vorliegt. Für Android gibt es laut Angaben des Gesundheitsministeriums mittlerweile eine aktualisierte Version der Corona-App, die das Problem der Hintergrundaktualisierung beseitigen soll. Für iOS wird noch an einer Lösung gearbeitet.

Quelle: Agenturen


Vodafone bringt seine Funk-Masten an die Börse

Anfang kommenden Jahres sollen rund 68.000 Mobilfunktürme von Vodafone als eigene Aktiengesellschaft unter dem Namen Vantage Towers in Frankfurt an die Börse gehen. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will Vodafone nach eigenen Angaben Investitionen in den Aufbau des Netzes für den neuen Mobilfunkstandard 5G finanzieren. Der Unternehmenswert für den Börsengang könnte laut Schätzungen zwischen 10 und 20 Milliarden Euro liegen. Den Plänen nach will Vodafone aber auch nach dem Börsengang noch immer die Mehrheit an dem Funkturm-Geschäft behalten.

Quelle: Winfuture


Smartphones werden zum Personalausweis

Zumindest soll das bald mit einigen Samsung-Smartphones möglich sein. Nutzer werden noch in diesem Jahr ihren elektronischen Personalausweis ins Telefon einbinden können. Dahinter steht eine Kooperation von Samsung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Bundesdruckerei. Das dafür nötige Verfahren nennt sich mobile eID. Die Informationen des Personalausweises werden dabei auf einem speziell gesicherten Chip auf dem Gerät gespeichert. Zur Aktivierung müssen Nutzer die Personalausweis-App der Bundesdruckerei installieren und ihren NFC-fähigen Personalausweis an die Rückseite des Smartphones halten, um ihre Identität zu bestätigen. Für die Zukunft ist die Möglichkeit geplant, auch andere wichtige Dokumente wie Führerschein oder Krankenversicherungskarte ins Smartphone einzubetten.

Quelle: Golem


Signierte PDF-Dokumente sind immer noch nicht sicher

Das haben Forschende der Ruhr-Universität Bochum gezeigt. Ihnen ist es abermals gelungen, die Signaturprüfung in PDF-Viewern einfach auszutricksen. Ähnliches war ihnen schon im vergangenen Jahr gelungen. Die Inhalte signierter PDF-Dokumente sollten eigentlich nicht mehr verändert werden können. Bei dem als Shadow-Angriff bezeichneten Verfahren gingen die Forscher wie folgt vor: Sie platzierten in Dokumenten manipulierte Inhalte, machten diese aber unsichtbar. Erst dann erfolgte die Signatur. Anschließend konnten sie die Dokumente aber so verändern, dass die unsichtbaren Inhalte angezeigt werden, die Signatur aber gültig blieb. Informationen darüber, welche PDF-Viewer den Shadow-Angriff auf die Signatur bislang nicht erkennen, sind auf der Website pdf-insecurity.org zusammengefasst.

Quelle: Ruhr-Uni Bochum


Apple will klimaneutral werden

Bis zum Jahr 2030 will der Konzern seine Produktion so umstellen, dass alle seine Geräte ohne eine zusätzliche CO2-Belastung für die Atmosphäre hergestellt werden. Das hat Apples Umweltchefin Lisa Jackson verkündet. Das Ziel soll nicht nur für Apple selbst, sondern auch die vollständige Lieferkette gelten. Den Plänen nach will Apple den Ausstoß des Treibhausgases CO2 in den nächsten zehn Jahren um 75 Prozent senken. Die restlichen 25 Prozent will der Konzern über andere Lösungen ausgleichen, bei denen CO2 gebunden wird. Neben Apple haben auch schon andere Technologie-Unternehmen ähnliche Pläne verkündet. Amazon peilt die Klimaneutralität bis 2040 an, Microsoft nennt auch das Jahr 2030.

Quelle: Heise


Google soll Daten externer Apps für eigene Zwecke nutzen

Google könnte sich darüber Vorteile verschaffen. Das berichtet das US-Magazin The Information. Es geht um die Daten, die ein Dienst namens Lockbox aufzeichnet, der auf allen Smartphones mit einem offiziellen Android-Betriebssystem läuft. Lockbox sammelt Informationen über die Nutzung der installierten Apps. Das dient eigentlich dazu, häufig verwendete Apps zu priorisieren und das Akkumanagement der Geräte zu verbessern. Google soll die erfassten Daten über Drittanbieter-Apps aber auch gezielt selbst ausgewertet haben, um Anhaltspunkte für die Produktplanung eigener Dienste und Apps zu bekommen. Das könnte als Ausnutzung einer Monopolstellung gesehen werden und zu Konflikten in Sachen Wettbewerbsrecht führen, so der Bericht.

Quelle: The Information

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