Peru
Ergebnis der Präsidentschaftswahl erst Mitte Juli erwartet

In Peru wird sich das Ergebnis der Stichwahl um das Präsidentenamt voraussichtlich bis Mitte Juli verzögern.

    Die Präsidentschaftskandidaten Keiko Fujimori (rechts) und Roberto Sánchez (links) stehen auf einer Bühne. Sie trägt ein weißes Kleid, er ein weißes Hemd und eine schwarze Hose. Vor dem Bauch hält Roberto Sánchez einen traditionell peruanischen Hut.
    Die Präsidentschaftskandidaten Roberto Sánchez und Keiko Fujimori (picture alliance / AP Photo / Martin Mejia)
    Das gab der nationale Wahlrat bekannt. Bis dahin sollen laut einer Sprecherin die mehr als 1.500 beanstandeten Wahlprotokolle kontrolliert und nachgezählt werden. Darin befänden sich häufig rechnerische Fehler.
    An der Stichwahl nahmen die Rechtspopulistin Fujimori und der Linkspopulist Sánchez teil. Dieser lag am Morgen nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen mit 50,1 Prozent nur 0,2 Prozentpunkte vor seiner Kontrahentin. Fujimoris Vater Alberto hatte Peru von 1990 bis 2000 autoritär regiert. Sánchez sieht sich als Nachfolger des im Jahr 2022 wegen eines Putschversuchs abgesetzten und mittlerweile inhaftierten linken Ex-Präsidenten Castillo.
    Peru leidet unter politischer Instabilität, Kriminalität und Korruption. In den vergangenen zehn Jahren hatte das südamerikanische Land acht Präsidenten.
    Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.