Münchner Sicherheitskonferenz
Erleichterung, aber auch Skepsis nach Rede von US-Außenminister Rubio

Am zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz hat das belastete transatlantische Verhältnis im Mittelpunkt gestanden.

    US-Außenminister Rubio steht auf der Münchner Sicherheitskonferenz an einem Rednerpult. Er hat den Kopf leicht geneigt, während er spricht. Links von ihm sieht man das Logo der Konferenz.
    US-Außenminister Rubio spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz. (IMAGO / Frank Turetzek / IMAGO / FRANK TURETZEK / www.ft.photos)
    US-Außenminister Rubio betonte in seiner Rede zwar, dass die USA und Europa zusammen gehörten. Um die alte Freundschaft - Zitat - "wiederzubeleben", müssten die Europäer aber ihren politischen Kurs ändern. Rubio warf Europa vor, einem "Klimakult" und einer "dogmatischen Vision" des Freihandels anzuhängen. Außerdem hätten sie "Massenmigration" zugelassen.
    Mehrere europäische Politiker äußerten sich dennoch verhalten positiv nach Rubios Rede, unter ihnen EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und der britische Premierminister Starmer. Beide plädierten aber dafür, in den Beziehungen zu den USA selbstbewusster aufzutreten. Vize-Kanzler Klingbeil sagte, Rubios Worte seien verbindlich und diplomatisch gewesen, viele Differenzen blieben aber bestehen. Die Grünen-Politikerin Haßelmann äußerte sich skeptisch. Nur weil Rubios Rede im Ton freundlicher gewesen sei als die von Vize-Präsident Vance im vergangenen Jahr, sei dadurch nichts in Ordnung.
    Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.