Energie-Infrastruktur
Ermittlungen nach Angriffen auf Kohlekraftwerk in Brandenburg und Umspannwerk in NRW

Nach dem Angriff auf ein Kohlekraftwerk in Brandenburg geht die Polizei nun auch einem Terrorverdacht nach.

    Ein Polizeiwagen steht vor einem Umspannwerk des Netzbetreibers Amprion.
    Nach den Angriffen auf ein Kohlekraftwerk und ein Umspannwerk wird nun auch wegen Terrorverdachts ermittelt. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
    Das teilte das Polizeipräsidium in Potsdam mit. Neben der Störung öffentlicher Betriebe, dem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel werde auch wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Der Angriff hatte gestern am Kohlekraftwerk Jänschwalde Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen verursacht.
    Bei einem ähnlichen Vorfall in Nordrhein-Westfalen mussten gestern Abend zwei Kohlekraftwerke des Energiekonzerns RWE vom Netz genommen werden. Den Angaben der Polizei zufolge wurde bei einem Umspannwerk in Rommerskirchen vorsätzlich ein Kurzschluss herbeigeführt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul erklärte, es bestehe der Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage. Von den Auswirkungen betroffen sind laut RWE die Braunkohlekraftwerke Neurath und Niederaußem. Zwei Blöcke können demnach erst am Wochenende wieder ans Netz gehen.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.