Energie-Infrastruktur
Ermittlungen nach Störung in Umspannwerk Bergheim in NRW - Verdacht auf Straftat

Nach dem gestrigen Anschlag auf ein Kohlekraftwerk in Brandenburg gibt es offenbar einen weiteren Angriff auf eine Einrichtung der Energie-Infrastruktur.

    Blick auf mehrere Strommasten unter einem grau-blauen Himmel. Darunter Bäume.
    Stromleitungen in der Nähe von Bergheim (Archivbild). (picture alliance / Goldmann / Goldmann)
    Im nordrhein-westfälischen Bergheim ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben nach einer Störung an einem Umspannwerk. Ein Sprecher sagte, derzeit gehe man nicht von einem technischen Defekt aus, sondern von einer Straftat. Die genauen Hintergründe seien noch unklar.
    Gestern Abend waren an dem Umspannwerk nach einem Kurzschluss mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einer Unterbrechung der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Nach Angaben der Energiekonzerns RWE waren von dem Vorfall auch insgesamt fünf Blöcke der Kohlekraftwerke Neurath und Niederaußem betroffen. Drei von ihnen dürften demnach im Tagesverlauf wieder ans Netz gehen; bei den beiden anderen ist mit einer Wiederinbetriebnahme erst für das Wochenende zu rechnen.
    Bereits gestern früh hatten Unbekannte nahe dem brandenburgischen Kohlekraftwerk Jänschwalde Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen verursacht. Auch hier ermittelt die Polizei.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.