Energie-Infrastruktur
Ermittlungen nach Störung in Umspannwerk Bergheim in NRW - Verdacht auf Straftat

Nach dem gestrigen Anschlag auf ein Kohlekraftwerk in Brandenburg gibt es offenbar einen weiteren Angriff auf eine Einrichtung der Energie-Infrastruktur.

    Ein Polizeiwagen steht vor einem Umspannwerk des Netzbetreibers Amprion.
    Eine Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei vorsätzlich verursacht worden. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
    Im nordrhein-westfälischen Rommerskirchen ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben wegen einer Störung gestern Abend an einem Umspannwerk. Ein Sprecher sagte, derzeit gehe man nicht von einem technischen Defekt aus, sondern von einer Straftat. Die Hintergründe seien noch unklar.
    Der Vorfall führte zur Abschaltung von insgesamt fünf Blöcken der Kohlekraftwerke Neurath und Niederaußem im Rheinischen Revier. Dadurch wurde nach Angaben des Energiekonzerns RWE eine Kraftwerkskapazität von 4.200 Megawatt vom Netz genommen. Drei der Blöcke dürften laut RWE im Tagesverlauf wieder Strom einspeisen. Bei den beiden anderen ist mit einer Wiederinbetriebnahme erst für das Wochenende zu rechnen.
    Bereits gestern früh hatten Unbekannte nahe dem brandenburgischen Kohlekraftwerk Jänschwalde Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen verursacht. Auch hier ermittelt die Polizei.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.