Tirana
Erneut Proteste in Albanien gegen Luxusresort in Naturschutzgebiet - Jared Kushner unter den Investoren

In der albanischen Hauptstadt Tirana haben am Abend wieder tausende Menschen gegen den Bau eines Luxushotels in einem Naturschutzgebiet demonstriert.

    Eine große Demonstration mit vielen Teilnehmern. Man sieht viele rote albanische Flaggen und in der Mitte ein großes Protest-Schild. Es trägt die Aufschrift "Albania ist not for sale" - also "Albanien ist nicht zu verkaufen".
    Die sogenannten Flamingo-Proteste richten sich gegen Regierungschef Rama und das Bauprojekt in einem Naturschutzgebiet. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Vlasov Sulaj / Jna Press)
    Der Komplex soll an der Küste in einem Gebiet entstehen, das ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel und Flamingos ist. Die Demonstranten trugen darum erneut Schilder mit Flamingos und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Rama.
    Die Proteste gegen die Bauvorhaben in der Lagune Vjosa-Narta und auf der fast unbewohnten Insel Sazan dauern bereits seit zwei Wochen an. An dem Bauprojekte ist auch der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Jared Kushner, mit einer Investmentfirma beteiligt.
    Der Ministerpräsident wies die Einwände von Umweltschützern als unbegründet zurück. Rama sagte, das Projekt werde große Investoren ins Land locken. Die albanische Regierung versucht bereits seit einiger Zeit, ihre Wirtschaft durch den Tourismus anzukurbeln.
    Diese Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.