
Es sei ein hypothetisches Eskalationsszenario im Baltikum durchgespielt worden, hieß es. Die Simulation - inklusive hybrider Angriffe auf die deutsche Infrastruktur - habe bereits im Dezember 2025 stattgefunden. So könnten Cyberangriffe etwa das Online-Banking lahmlegen und Geldautomaten ausfallen lassen, während gezielte Desinformation Unsicherheit und Verunsicherung verbreite. Das durchgespielte Szenario sei dabei ausdrücklich hypothetisch gewesen und stelle einen von mehreren möglichen Krisenverläufen dar. Die 'Welt' veröffentlicht die Simulation in Podcasts, Print- und Online-Beiträgen sowie in einer TV-Reportage.
"Nie wieder Krieg" oder "Nie wieder wehrlos"?
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kiesewetter sagte der dpa, die Simulation zeige, wie stark Deutschland bis heute vom Leitmotiv "Nie wieder Krieg" geprägt sei. Viele Nachbarstaaten, die unter deutscher Besatzung gelitten hätten, seien dagegen vom Gedanken "Nie wieder wehrlos" geprägt. Beides müsse zusammengebracht werden. Wer nie wieder Krieg wolle, dürfe nie wieder wehrlos sein, führte der CDU-Politiker aus.
Zugleich verdeutliche das Planspiel, wie wichtig eine frühzeitige und klare Information der Bevölkerung sei. Verzögerungen und Unklarheiten spielten Gegnern in die Hände und schürten Ängste, sagte Kiesewetter. Im Deutschlandfunk hatte der CDU-Sicherheitspolitiker bereits vergangenes Jahr gewarnt, Russland habe seine hybriden Angriffe auf NATO-Länder zuletzt immer weiter gesteigert.
Diese Nachricht wurde am 05.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
