ARD und ZDF
Erträge aus Rundfunkbeitrag sinken um 20 Millionen Euro

Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sind im vergangenen Jahr leicht gesunken. Die Gesamterträge für ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie die Medienregulierer lagen 2025 bei rund 8,72 Milliarden Euro, wie der Beitragsservice in Köln mitteilte. Im Jahr davor waren es rund 20 Millionen Euro mehr.

    Hauseingang mit einem Schild und der Aufschrift "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" auf dem WDR-Gelände in Köln
    Zahlen zu Einnahmen von ARD und ZDF. (Archivbild) (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Laut Beitragsservice war der leichte Rückgang erwartet worden. Im Vergleich zu den Vorjahren bewegt sich der Wert für 2025 weiter auf hohem Niveau. 2023 lagen die Einnahmen bei rund 9,02 Milliarden Euro, 2022 bei rund 8,57 Milliarden Euro. Seit 2018 liegen die Gesamterträge jeweils bei mehr als 8 Milliarden Euro.
    In Deutschland zahlen Haushalte, Organisationen und Firmen den Rundfunkbeitrag. Er liegt derzeit bei monatlich 18,36 Euro. Die Zahl der gemeldeten Wohnungen sank 2025 um 0,18 Prozent auf insgesamt rund 40,4 Millionen.

    ZDF mit höchstem Anteil

    Unter den einzelnen Rundfunkanstalten entfiel der größte Anteil 2025 auf das ZDF mit rund 2,2 Milliarden Euro. Danach folgten die größten ARD-Anstalten Westdeutscher Rundfunk, mit rund 1,3 Milliarden Euro, Südwestrundfunk und Norddeutscher Rundfunk mit jeweils rund 1,1 Milliarden Euro. Der niedrigste Betrag entfiel auf Radio Bremen mit rund 47 Millionen Euro.

    Künftige Beitragshöhe weiter offen

    Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist derzeit erneut Gegenstand einer politischen und juristischen Debatte. ARD und ZDF klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, weil die Länder eine von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Erhöhung um 58 Cent ab Januar 2025 nicht umgesetzt haben. Die Länder argumentieren dagegen, der Finanzbedarf der Sender sei trotz des unveränderten Beitrags gedeckt.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.