Samstag, 10. Dezember 2022

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eSport
"Brauchen die Olympische Bewegung nicht"

Auf dem "Esports Forum" in Lausanne hat IOC-Präsident Thomas Bach einer Olympia-Aufnahme von eSport eine Absage erteilt. Der Geschäftsführer der Electronic Sports League (ESL) zeigte sich wenig enttäuscht. Früher oder später werde eSport aber olympisch werden, sagte Ralf Reichert im Dlf. "Die Frage ist nur wie und wann?"

Ralf Reichert im Gespräch mit Klaas Reese | 21.07.2018

    eSports-Spieler in Japan
    Der eSport erfreut sich steigender Beliebtheit (imago sportfotodienst)
    "Der eSport war ja hier nicht als Bittsteller und hat darum gekämpft in die Olympischen Spiele aufgenommen zu werden. Ich glaube das Ganze funktioniert nur, wenn beide Welten das gemeinsam wollen, da einen klaren Mehrwert sehen, sich auf Augenhöhe bewegen und Hand in Hand da reingehen", sagte der ESL-Gründer Ralf Reichert im Deutschlandfunk.
    Electronic Sports League-Geschäftsführer Ralf Reichert 
    Electronic Sports League-Geschäftsführer Ralf Reichert (imago sportfotodienst)
    Auf einem guten Weg
    Der eSport brauche die Olympische Bewegung nicht, denn er sei auf einem guten Weg. "Er braucht keine klassischen Sportorganisationen, um dahin zu kommen, wo er am Ende des Tages sowieso landen wird. Eine klassische Verbandsstruktur, die wird es mit Sicherheit auch in irgendeiner Art und Weise geben im eSport. Aber vielleicht nicht so stark reguliert und so sehr im Zentrum, wie im klassischen Sport. Einfach weil der Sport digital ist", meinte Reichert.
    Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu.