Debatte
Ethikrat-Vorsitzender Frister: Leihmutterschaft müsste gut reguliert werden

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Frister, befürwortet eine offene Debatte über Leihmutterschaft.

    Helmut Frister, Vorsitzender der Ethikrats
    Helmut Frister, Vorsitzender der Ethikrats (picture alliance / epd-bild / Christian Ditsch)
    Frister sagte im Deutschlandfunk , Leihmutterschaft müsste hierzulande gut reguliert werden. Denkbar wäre nach seinen Worten etwa eine Bindung an altruistische Motive. Das würde bedeuten, dass eine Frau das Kind unentgeltlich austrägt und sich nicht aus einer Notsituation heraus dafür entscheidet. Zudem dürfte die Leihmutter nicht verpflichtet sein, das Kind nach der Geburt abzugeben, betonte Frister.
    Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Familienministerin Prien geht nicht davon aus, dass ihre Partei ihre ablehnende Haltung zu Leihmutterschaften absehbar ändern wird. Prien verwies bei "The Pioneer" auf einen erst fünf Monate alten Parteitagsbeschluss.
    Der inzwischen zurückgetretene Unionsfraktionschef Spahn hatte die Debatte durch seine Vaterschaft mithilfe einer Leihmutter in den USA angestoßen.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.