
Die Bundesregierung hält es für erwiesen, dass Russland für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig vom 4. August verantwortlich ist. Damals war eine mit Sprengstoff und Zündmechanismus präparierte Drohne zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft wertet den Fall als schwerwiegenden Angriff auf die deutsche Transport- und Logistikinfrastruktur.
Berlin reagiert mit Sanktionen und Schließungen
Als Reaktion kündigte die Bundesregierung die Schließung des letzten russischen Generalkonsulats in Deutschland in Bonn zum 18. September an. Außerdem soll der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt, die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige verschärft und der Druck auf die russische Schattenflotte erhöht werden. Zudem will Berlin auf weitere EU-Sanktionen dringen.
Putin weist Vorwürfe zurück
Russlands Präsident Putin wies die Vorwürfe zurück und sprach von fingierten Beweisen. Die Maßnahmen der Bundesregierung nannte er einen schweren Fehler. Das russische Außenministerium kündigte Gegenmaßnahmen an.
Ukraine bleibt zentrales Thema
Bei dem Treffen in Wicklow geht es außerdem um die weitere Unterstützung der Ukraine. Auf der Tagesordnung stehen die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung, die Vorbereitung auf den Winter, der Schutz der Energieversorgung sowie die Finanzierung weiterer Hilfen. Diskutiert werden soll zudem, ob eingefrorene russische Vermögenswerte künftig stärker zur Unterstützung der Ukraine genutzt werden können.
NATO sichert Deutschland Unterstützung zu
Auch die NATO befasst sich heute auf deutsche Initiative mit dem Fall. NATO-Generalsekretär Rutte sprach von eindeutigen Beweisen und sicherte Deutschland die Solidarität des Bündnisses zu. Die EU-Außenbeauftragte Kallas warnte zugleich vor zunehmenden russischen Provokationen in Europa. Weitere Sanktionen gegen Russland werden in Brüssel nicht ausgeschlossen.
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Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
