Konflikt um Grönland
EU berät über Antwort auf Trumps Zolldrohung

Im Streit mit den USA um Grönland kommen die EU-Staats- und Regierungschefs in dieser Woche zu einem außerordentlichen Gipfeltreffen zusammen.

    António Costa, Präsident des Europäischen Rates, sitzt vor einem Mikrofon.
    EU-Ratspräsident Costa (Michael Kappeler / dpa-Pool / dpa / Michael Kappeler)
    Das teilte Ratspräsident Costa nach Beratungen mit den ständigen Vertretern der 27 Mitgliedstaaten in Brüssel mit. Bei dem Sondergipfel soll eine gemeinsame europäische Antwort auf die Zolldrohungen von US-Präsident Trump koordiniert werden. Trump hatte angekündigt, Sonderzölle gegen Deutschland und weitere europäische NATO-Partner zu verhängen, die Dänemark im Konflikt um Grönland unterstützen.
    Unterdessen betonen deutsche Politiker die Notwendigkeit einer deutlichen Antwort der Europäer. So stellte Bundesaußenminister Wadephul die Unterzeichnung des EU-Handelsabkommens mit den USA infrage. Damit würden ab dem 6. Februar automatisch zusätzliche Zölle gegen die USA im Umfang von 93 Milliarden Euro gelten. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Lange, sagte im Deutschlandfunk, Europa müsse klare Kante zeigen und notfalls erneut mit Gegenzöllen reagieren. Der SPD-Politiker sagte, dafür sehe er inzwischen eine breite Zustimmung innerhalb der EU-Staaten. Die Grünen-Fraktionschefin Dröge brachte zudem im ZDF einen Stopp von Energieimporten aus den USA ins Gespräch.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.