"Return Hubs"
EU-Innenminister wollen bis Jahresende erste Migrations-Abkommen mit Drittstaaten

Bundesinnenminister Dobrindt und weitere Ressortchefs aus mehreren EU-Staaten wollen bis Jahresende Vereinbarungen mit Drittstaaten über die Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern treffen. Der CSU-Politiker sagte nach einem Treffen in Kopenhagen, es gebe bereits Gespräche auf technischer Ebene mit Ländern außerhalb der Europäischen Union.

    Mehrere Politikerinnen und Politiker stehen nebeneinander an runden Tischen an Mikrofonen und sprechen zu Pressevertreterin
    Treffen zu sogenannten "Return Hubs" in Kopenhagen mit Bundesinnenminister Dobrindt (2. v.l.) (Liselotte Sabroe / Ritzau Scanpix / Liselotte Sabroe)
    Unklar blieb, mit welchen Ländern verhandelt wird. Neben Dobrindt anwesend waren die Innenminister aus Dänemark, Griechenland, Österreich und den Niederlanden. An den Gesprächen beteiligt war auch der zuständige EU-Kommissar Brunner. Dänemarks Innenminister Bødskov äußerte die Erwartung, dass Ende kommenden Jahres die ersten Migranten in solche Zentren abgeschoben werden könnten.
    In der EU hatte es zuletzt Gesetzesänderungen gegeben, um die Abschiebung von Menschen in Länder zu erlauben, zu denen sie keinen Bezug haben. Die Länder müssen sich allerdings dazu bereit erklären.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.